Tipps beim Umgang mit Schwerhörigen

Ein paar Dinge sollten Sie beachten …
Wer keine Hörprobleme hat, kann sich schlecht in die Situation eines Schwerhörigen hineinversetzen. Für das gegenseitige Verständnis und den unbefangenen Umgang miteinander hat der Deutscher Schwerhörigenbund e.V. wichtige Ratschläge für die Kommunikation von Schwerhörigen mit Normalhörenden zusammengestellt.
  • Weisen Sie Ihren Gesprächspartner auf Ihre Hörbehinderung hin, damit er weiß, dass er deutlich und zu Ihnen hingewendet sprechen muss. Erklären Sie ihm, dass es nicht notwendig ist, überlaut zu sprechen oder gar zu schreien.
  • Verstecken Sie Ihr Hörgerät nicht. Tragen Sie es immer und sichtbar.
  • Wenn Sie merken, dass die Lautstärke nicht ausreicht, kontrollieren Sie erst, ob Ihr Hörgerät richtig eingestellt ist oder ob eine neue Batterie eingesetzt werden muss.
  • Achten Sie aufmerksam darauf, dass der Mund bzw. das Gesicht des Gesprächspartners sichtbar bleibt. Bitten Sie ihn notfalls, sich so zu wenden, dass das Gesicht im Licht deutlich bleibt.
  • Geben Sie ein Beispiel und sprechen Sie selbst ruhig und deutlich.
  • Bleiben Sie geduldig und bitten Sie den anderen freundlich um Wie-derholung, wenn Sie nichts verstanden haben. Täuschen Sie nicht vor, verstanden zu haben, wenn dies nicht der Fall ist.
  • Genieren Sie sich nicht, zu bekennen, etwas falsch verstanden zu haben. Tragen Sie es mit Humor und sagen Sie Ihrem Partner, was Sie verstanden haben.
  • Versuchen Sie, sich in einer Gesellschaft neben einen Teilnehmer zu setzen, der deutlich spricht und Sie über das Gesprächsthema informiert.
  • Versuchen Sie, Ihre gute Laune zu bewahren, auch wenn Sie manchmal nicht mitreden können.
  • Wenn Anstrengung, Ermüdung oder das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, Sie bedrücken, so machen Sie Ihre Partner freundlich darauf aufmerksam.
  • Laufen Sie nicht einfach weg. Das ruft Verwunderung hervor und bessert nichts.