Funktion

Ein „feinmechanisches“ Wunderwerk der Natur…


Funktion


Ein Meisterwerk der Natur. „Technisch“ kaum zu überbieten…

Hören und Verstehen von Sprache ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kommunikation. Das Ohr vollbringt dabei Höchstleistungen:

  • Es kann sehr leisen bis schmerzhaft lauten Schall wahrnehmen und verarbeitet dabei Schalldrucke, die sich physikalisch um den Faktor 100 000 000 (!) unterscheiden.
  • Der Bereich der durch das Ohr wahrnehmbaren Frequenzen liegt zwischen 20 und 20000 Hz.
  • Eine akustische Quelle kann durch die Fähigkeit des Richtungshörens auf 2° genau lokalisiert werden.

Zur Vollbringung dieser Höchstleistung erfüllt jeder Teil des Ohres – Außen-, Mittel- und Innenohr – eine bestimmte Aufgabe.
Die Ohrmuschel mit ihrer Trichterform sammelt die Schallwellen und leitet sie in den äußeren Gehörgang. Das Relief der Ohrmuschel ist für das Richtungshören wichtig. Der äußere Gehörgang ist ca. 3,5 cm lang und endet am Trommelfell. Die räumlichen Eigenschaften des äußeren Gehörganges tragen dazu bei, dass die Sprachfrequenzen verstärkt empfangen werden.

Die Schallwellen im äußeren Gehörgang versetzen das Trommelfell in Schwingungen. Die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel (so bezeichnet wegen ihrer typischen Form) verstärken die Bewegungen des Trommelfells und übertragen sie auf eine kleine Membran im Innenohr.

Die Anordnung der drei Gehörknöchelchen ist wichtig, um die Schallwellen ohne große Verluste ins Innenohr zu transportieren. Kleine Muskeln an den Knöchelchen schützen das Innenohr bei Lärm, indem sie bei lauten Schallpegeln die Beweglichkeit der Gehörknöchelchen einschränken.

Eine Verbindung zwischen dem Mittelohr und dem Rachenraum (Eustachische Röhre) sorgt dafür, dass wässrige Sekrete ablaufen können und das Mittelohr belüftet ist.

Das Innenohr besteht im wesentlichen aus zwei Teilen: den Bogengängen, die für den Gleichgewichtssinn wichtig sind, und der Gehörschnecke (Cochlea). Das Innere der Schnecke ist mit einer Flüssigkeit (Lymphe) gefüllt, in der sich der Schall als Druckwelle weiter ausbreitet. Diese Druckwelle reizt Tausende von Haarzellen.

Die bisher erfolgte mechanische Ausbreitung des Schalls wird in elektrische Reize umgesetzt. Über den Hörnerven werden die elektrischen Reize zum Gehirn weitergeleitet. Dort werden sie verarbeitet und vom Menschen als akustisches Signal wahrgenommen.